Über den (Gutten)berg?

Wenngleich nicht direkt etwas mit dem Thema Coaching zu tun, ging die Plagiatsaffaire von Karl-Theodor zu Guttenberg nicht spurlos an meiner Arbeit vorbei, da ein Teil meiner Klienten sich in verschiedenen Abschnitten ihrer Promotiionsphase befinden.
Durch den Rücktritt von zu Guttenberg fand die Affaire ein halbwegs akzeptables Ende. Der
Imageschaden für wissenschaftliches Arbeiten wäre durch das weitere Verharmlosen nicht auszumessen gewesen und zeichnete sich jetzt schon ab: So häuften sich in letzter Zeit spöttische Anfragen an Doktoranden und Doktoren, ob ihre Dissertation nicht auch abgeschrieben wäre.

Dennoch sind auch nach dem Rücktritt viele Fragen offen geblieben. Wie ernst kann wissenschaftliche Arbeit vor den Hintergrund von Exzellenzinitiativen, Bewerbungen um Drittmittelprojekte noch genommen werden; wie ernst nimmt sie sich selbst. Galt bisher die Unschuldsvermutung, so ist jetzt das Mißtrauen zwischen Universität und Promovierenden gewachsen. Welche Konsequenzen aus der Affaire für Universitäten gezogen werden, bleibt abzuwarten.

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