Was schreibst du heute?

Beim Schreiben von größeren Arbeiten ist es sehr wichtig, möglichst früh innerhalb eines Projektes zu beginnen. Aus Unsicherheit wird das Schreiben häufig erst in Angriff genommen, wenn man das Gefühl hat, ausreichend gelesen zu haben.
Aber auch wenn noch nicht jede relevante Fachliteratur gelesen wurde, kann man loslegen. So ist es schon früh möglich, Gliederungen zu verfeinern, Fachbegriffe oder die angewendete Methodik/Stichprobe darzustellen.

Das Schreiben hat erste Priorität. Wenn jeden Tag ein wenig geschrieben wird, haben wir automatisch jeden Tag eine kleine Schreibübung absolviert und eigene Schreiberfahrungen gesammelt. Letztendlich zählt das Geschriebene und nicht die Anzahl der gelesenen Artikel.
Wenn wir uns zum Schreiben niedersetzen, sollten wir uns vorher Gedanken darüber machen, worin das heutige Schreibziel besteht. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, tägliche Schreibziele zu definieren:

  • Zum Einen können wir ein Ziel anhand der Zeit definieren: ich werde jetzt 2 Stunden schreiben. Diese Methode birgt die Gefahr der leichten Ablenkbarkeit.
  • Eine weitere Methode ist das Schreiben, bis man 1-2 gute Ideen hat.
  • Auch über die Menge des Geschriebenen lässt sich ein Ziel festlegen: ich schreibe heute 2 Seiten. Dabei hilft es, wenn man sich immer wieder vor Augen hält, dass der Text noch nicht perfekt sein muss, sondern eine Arbeitsgrundlage bildet.
  • Eine weitere, von mir präferierte Methode, ist die Orientierung an einem inhaltlichen Ziel. Hier lege ich fest, was genau ich heute beschreiben möchte: Den aktuellen Forschungsstand zu Thema X, eine bestimmte Studie, ein bestimmtes Modell, eine Begriffsklärung. Diese Methode ist insofern hilfreich, da ihr immer eine inhaltliche Strukturierung vorangeht und gleichzeitig Arbeitsschritte für die Erstellung eines Kapitels/Abschnittes festgelegt werden.

Generell kann jeder für sich schauen, welche Methode die für ihn passende ist. Viel Erfolg!

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