Stärken und Schwächen – Frage im Vorstellungsgespräch

„Nennen Sie uns bitte Ihre Stärken und Schwächen!“ Eine Frage, mit der Sie im Vorstellungsgespräch wie auch im Interview während des Assessment Centers rechnen müssen und auf die Sie sich vorbereiten sollten. Für viele Menschen ist vor allem die Frage nach den Schwächen problematisch. Oft werde ich gefragt, was „man“ darauf antworten sollte!

1. Was steckt hinter dieser Frage? Ihr potentieller neuer Chef möchte wissen, ob Sie sich selbst kennen, wissen was Sie können und wissen, ob Sie zur Selbstkritik fähig sind. Es geht um Ihr Problembewusstsein!

2. So sollten Sie nicht Antworten: „Ich habe keine Schwächen!“ „Mein deutsch ist nicht so gut.“ „Ich nasche gern.“

3. Lassen Sie Ihre Schwäche nicht einfach so stehen, sondern relativieren Sie. „Meine Schwäche ist, dass ich in stressigen Zeiten einen ziemlich chaotischen Schreibtisch habe, mir die Zeit zur Ablage nicht nehme. Aber ich habe mir  angewöhnt, Freitag nachmittag immer aufzuräumen und  somit übersichtlich in die neue Woche zu starten.“

4. Wandeln Sie NICHT Ihre Schwäche in eine Stärke um, die Personaler möchten eine echte Schwäche hören!

5. Die Schwächen „Perfektionismus“ und „Ungeduld“ sind verbrannt, suchen Sie nach einer individuellen und glaubwürdigen Schwäche.

6. Was in manchen Berufen als Schwäche okay ist, kann in anderen Berufen ein k.o.-Kriterium sein. „Im Erstkontakt bin ich etwas schüchtern.“ Im Vertrieb ein k.o.-Kriterium, im Controlling sicher eine tolerierbare Schwäche. Achten Sie also genau auf das Anforderungsprofil.

Nun noch einige Beispiele für Schwächen, die Sie jedoch nicht einfach übernehmen, sondern genau schauen sollten, ob diese Schwäche wirklich ein Teil von Ihnen ist und für die ausgeschriebene Stelle akzeptabel ist.

  • unkreativ
  • überpünktlich
  • unordentlich
  • schweigsam
  • rede manchmal zu viel
  • nervös bei Präsentationen vor großen Gruppen
  • kann mir schlecht Zahlen/Telefonnummern merken
  • Morgenmuffel bis zum ersten Kaffee

Bereiten Sie sich auf 3 Schwächen vor, nennen jedoch erst mal nur eine Schwäche. Beginnen Sie jedoch immer mit Ihren Stärken!

Elke Stuhlmann www.es-change.de

 

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