Feel-good-Manager

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 05.05.2013 veröffentlichte einen Artikel mit der Unterüberschrift „In Deutschlands Firmen darf wieder gekuschelt werden“. Die Idee des Feel-good-Managements ist Folgende: die Mitarbeiter einer Firma sollen sich an ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen. Dafür wird in einigen Unternehmen ein Feel-good-Manager eingestellt. Dieser soll dann dafür sorgen, dass die Mitarbeiter Spaß an ihrer Arbeit haben, gute Laune mitbringen, gern ins Büro gehen und somit kein Burnout bekommen. Indem  Kickertische aufgestellt werden, gemeinsam in den Biergarten gegangen oder zusammen Volleyball gespielt wird.

Das es der Generation Y nicht mehr so sehr um Karriere und Gehalt geht bei der Auswahl des Arbeitgebers, bemerke ich schon seit einiger Zeit in meinen Bewerbungscoachings. Und das Arbeitgeber mehr dafür tun, dass ihre Mitarbeiter nicht ausbrennen, ist sicher lobenswert. Nur sorgt ein gemeinsamer Biergartenbesuch wirklich dafür, dass ich mich an meinem Arbeitsplatz wohl fühle? Ist nicht vielmehr die Art des Vorgesetzten zu Führen und die Zusammensetzung des Teams ausschlaggebend für mein Wohlfühlgefühl? Und die Arbeitsinhalte und deren Ergebnisse? Ist nicht die ganze Idee der Firma, geringe Gehälter zu zahlen, dafür aber Spaß bei der Arbeit zu versprechen, sehr bequem und preiswert? Oder stellen die Unternehmen sich einfach nur auf die Generation Y ein, denen durch das derzeitige Schulsystem der Leistungsgedanke  abhanden gekommen ist!

Elke Stuhlmann

 

Bewerbung – Ehemalige Arbeitgeber als Referenz angeben

Sie möchten eine Bewerbung versenden und Referenzen angeben? Gute Idee, fügen Sie nach Ihrem Lebenslauf eine Liste mit 3-4 Referenzgebern an, deren Zustimmung Sie  vorab eingeholt haben. Und natürlich nennen Sie nur ehemalige Arbeitgeber, die Ihnen wohlgesonnen sind.

Aber auch bei Referenzen gilt – Ihr ehemaliger Arbeitgeber muss sich an die Grundsätze der Zeugniserstellung halten, auch die telefonischen Auskünfte über Sie müssen wohlwollend und wahrheitsgemäß sein.

Und Wichtig:

Ohne Ihre Zustimmung darf ein potentieller Arbeitgeber nicht Ihren ehemaligen Arbeitgeber anrufen. Siehe auch Datenschutz in der Personalabteilung

Elke Stuhlmann

 

 

 

Bewerbung – „Interessen“ im Lebenslauf angeben

Soll der Bewerber im Lebenslauf seine „Interessen/Hobbys“ angeben und welche wecken das Interesse der Personaler?

Wie eine Studie der Hochschule Osnabrück herausfand, sind Mannschaftssportler nicht automatisch teamfähiger. Somit ist eine frühere Empfehlung, bei den „Interessen“ möglichst einen Mannschaftsport zu nennen, überholt.  Zwischen Teamfähigkeit und sportlichen Engagement gibt es keinen Zusammenhang.

Desweiteren wurde in dieser Studie festgestellt,  dass sich generell Sportler nicht unterscheiden von Menschen, die gar keinen Sport treiben.  D.h. Sportler haben nicht mehr soziale Kompetenzen als Nicht-Sportler.

Schreiben Sie also zu Ihren „Interessen“ mit was Sie sich in Ihrer Freizeit beschäftigen, was Sie neben dem Beruf noch interessiert oder lassen Sie den ganzen Punkt einfach weg, ich benutze in Vorstellungsgesprächen diese Informationen nur zum anfänglichen Small Talk.

Elke Stuhlmann

 

 

Kündigung in der Probezeit

Achten Sie bei nachfolgenden Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen auf folgende Punkte:

  •  Lebenslauf: Wurden Sie zum Ende der Probezeit gekündigt, sollte diese 6monatige Berufserfahrung auch im Lebenslauf erscheinen. Ist die Kündigung schon früher erfolgt, sollten Sie abwägen, ob nicht Mut zur Lücke vorteilhafter ist.
  • Anschreiben: Auch wenn diese Beruferfahrung nur kurz war, verheimlichen Sie sie nicht, sondern nennen Sie sachlich Ihre Arbeitsaufgaben und Zuständigkeiten. Praktika erwähnen Sie ja auch.
  • Zeugnis: mitschicken, so Sie zufrieden damit sind
  • Vorstellungespräch: Rechnen Sie mit der Frage „Warum wurde Ihre letzte Anstellung schon nach so kurzer Zeit wieder beendet?“ und bereiten Sie gründlich eine Antwort vor. Lassen Sie den potentiellen, neuen Arbeitgeber nicht Ihre Gefühle zur Kündigung (Wut, Kränkung, Selbstwerteinbruch) spüren. Schieben Sie nicht die „Schuld“ für die Kündigung auf den letzten Arbeitgeber oder Chef.  Aber verfallen Sie auch nicht in übertriebene Selbstkritik oder lange Erklärungen. Mögliche Gründe für die Kündigungen wären Wirtschaftskrise, Finanzmittelstreichungen, Einstellung des Projektes. Üben Sie die Antwort mehrmals laut, möglichst mit einem Gegenüber.

Für weitere Fragen oder Simulation von Vorstellungsgesprächen stehe ich Ihnen gern zu Verfügung.

Elke Stuhlmann