Vorstellungsgespräch – Warum gerade Sie?

Sie denken, Sie haben Ihr Vorstellungsgespräch geschafft, da wird Ihnen noch eine letzte Frage gestellt:

„Sagen Sie doch mal in einem Satz, warum wir uns gerade für Sie entscheiden sollten!“

So sollten Sie nicht antworten:

  • weil ich der Beste bin
  • weil ich alle Anforderungen erfülle
  • weil ich eine neue Herausforderung suche
  • weil ich zu Ihrem Unternehmen passe

Besser:

  • Ihr Unternehmen sucht einen Mitarbeiter mit einem Studium der Informatik – dieses Studium habe ich in sehr kurzer Zeit absolviert. Die geforderten 2 Jahre Berufserfahrung habe ich in einem Unternehmen gesammelt, dass sich wie das Ihre Unternehmen, auf erneuerbare Energien spezialisiert hat. Darüber hinaus spreche ich fließend spanisch und da Ihr Unternehmen auch eine Niederlassung in Spanien hat, kann dies zukünftig sicher hilfreich sein.  

Elke Stuhlmann

Vorstellungsgespräch und Jobinterview – Selbstpräsentation

Die erste Frage im Vorstellungsgespräch lautet meistens:

  • „Erzählen was über sich!“ „Stellen Sie sich kurz vor!“ „Wer sind Sie?“

Folgende Inhalte sollte Ihre sogenannte Selbstpräsentation (Selbstvorstellung) haben:

  • Bedanken Sie sich für die Einladung
  • Nennen Sie nochmal Ihren Namen
  • höchste Bildungsabschluss z.B. Studium der Informatik – Diplom
  • Motivation für die Wahl dieses Studienfachs
  • Praktika während des Studiums 
  • Inhalt der Abschlussarbeit (bei Berufseinsteigern)
  • Berufserfahrungen schildern: bei welchem Unternehmen waren Sie für welche Aufgaben zuständig und welche Erfolge hatten Sie bereits, dies angepasst auf die Stellenausschreibung
  • Motivation für die jetzige Bewerbung – warum wollen Sie in diesem Unternehmen arbeiten? Was reizt Sie konkret?
  • Abschluss – z.B. „Soviel erstmal zu mir, wenn sie noch fragen haben, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung“

Ihre Selbstpräsentation sollte 4-5 Minuten dauern. Weisen Sie nicht explizit auf Ihre Probleme hin. Wenn Sie sehr lange studiert haben, viele Arbeitgeberwechsel hatten, Lücken im Lebenslauf haben oder wegen Problemen mit Ihrem Vorgesetzten oder wegen Mobbing/Burnout gekündigt haben/wurden, gehen Sie darauf in der Selbstpräsentation nicht ein. Bereiten Sie sich jedoch auf dementsprechende Fragen gut vor.

Elke Stuhlmann

Arbeitspläne zur Fokussierung

Wenn es um Zeitmanagement geht, ist schriftliche Aufgabenplanung ein wichtiges Werkzeug.
Welche Vorteile hat das schriftliche Festhalten meiner Aufgabenplanung?

  • Pläne setzen Ressourcen frei. Dinge, die ich mir ohne schriftlichen Plan merken muss, habe ich nun auf einem Blatt Papier.
  • Pläne mit angemessenen, konkreten Zielvorgaben können eine Sogwirkung entfalten.
  • Pläne können helfen, unsere Gedanken zu fokussieren. Durch eine konkrete Tagesplanung kann ich immer wieder zum Thema zurückkommen. Dies ist insbesondere bei umfangreichen Projekten sehr hilfreich. (Ich finde dies die wichtigste Funktion von Plänen.)
  • Pläne helfen uns, den zeitlichen Aufwand, den ich für eine Aufgabe einsetze, zu beobachten. Wenn der zeitliche Aufwand für eine Aufgabe höher ist, als ich dachte, woran liegt es? Ist der Aufwand gerechtfertigt? Ist es wirklich so wichtig, ob ich noch diese oder jene Kleinigkeit bearbeite? Habe ich den Aufwand wirklich unterschätzt?
  • Pläne können Kreativität fördern. Multitasking beschränkt die Kreativität. Nur wenn wir uns wirklich auf etwas (eine Sache) konzentrieren, können wir auch kreativ sein. (Do what you do.)

Viele meiner Klienten wissen dies, setzen dies aber häufig nicht um. Woran kann das liegen?

Einige meiner Klienten empfinden ihre Pläne als Werkzeug zur Gängelung.

„Meine Pläne funktionieren nicht, ich halte sie nicht ein. Pläne zeigen mir immer wieder, dass ich versage.“

„Pläne richten meine Aufmerksamkeit wieder auf meine Aufgaben, die ich eigentlich vermeiden möchte.“

Ist es auf der einen Seite wichtig, zu schauen, wie konkret und realistisch ich meinen Arbeitstag plane, kann es auch interessant sein, welche meiner Gefühle mich bei der Abarbeitung sabotieren.

Feel-good-Manager

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 05.05.2013 veröffentlichte einen Artikel mit der Unterüberschrift „In Deutschlands Firmen darf wieder gekuschelt werden“. Die Idee des Feel-good-Managements ist Folgende: die Mitarbeiter einer Firma sollen sich an ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen. Dafür wird in einigen Unternehmen ein Feel-good-Manager eingestellt. Dieser soll dann dafür sorgen, dass die Mitarbeiter Spaß an ihrer Arbeit haben, gute Laune mitbringen, gern ins Büro gehen und somit kein Burnout bekommen. Indem  Kickertische aufgestellt werden, gemeinsam in den Biergarten gegangen oder zusammen Volleyball gespielt wird.

Das es der Generation Y nicht mehr so sehr um Karriere und Gehalt geht bei der Auswahl des Arbeitgebers, bemerke ich schon seit einiger Zeit in meinen Bewerbungscoachings. Und das Arbeitgeber mehr dafür tun, dass ihre Mitarbeiter nicht ausbrennen, ist sicher lobenswert. Nur sorgt ein gemeinsamer Biergartenbesuch wirklich dafür, dass ich mich an meinem Arbeitsplatz wohl fühle? Ist nicht vielmehr die Art des Vorgesetzten zu Führen und die Zusammensetzung des Teams ausschlaggebend für mein Wohlfühlgefühl? Und die Arbeitsinhalte und deren Ergebnisse? Ist nicht die ganze Idee der Firma, geringe Gehälter zu zahlen, dafür aber Spaß bei der Arbeit zu versprechen, sehr bequem und preiswert? Oder stellen die Unternehmen sich einfach nur auf die Generation Y ein, denen durch das derzeitige Schulsystem der Leistungsgedanke  abhanden gekommen ist!

Elke Stuhlmann

 

Mehr Selbstsicherheit und Durchsetzungsvermögen im Beruf

Immer wieder begegne ich in meiner Coachingpraxis Menschen, die in Meetings nicht in der Lage sind, ihre klar und deutlich ihre Meinung zu sagen, die Angst davor haben, sich zu zeigen. Auch bei Gesprächen mit Mitarbeitern und dem Vorgesetzten, bei Verkaufs- oder Bewerbungsgesprächen oder in der Kantine zeigt sich die Hemmung, klar und deutlich über die eigenen Fähigkeiten und Leistungen zu reden, zeigen sich die Probleme sich selbst „zu verkaufen“. Konflikte können nur schwer angesprochen, Arbeit nicht delegiert und Fehler nicht eingestanden werden.

Die Angst davor, seine Meinung zu sagen und diese auch zu vertreten, ist in einem verringerten Selbstwert begründet. Unter Selbstwert versteht die Psychologie den Eindruck oder die Bewertung, die man von sich selbst hat. Menschen, deren Selbstwert nicht stark genug ausgebildet ist, glauben oft, nicht richtig, nicht gut genug zu sein. Sie haben Angst, etwas Falsches zu sagen und können mit Widerspruch, Kritik und Fehlern schlecht umgehen. Unbewusst wollen sie darum Aufmerksamkeit und Kritik vermeiden, sagen darum lieber nicht, was sie denken.

Coach und Dipl.-Kauffrau Elke Stuhlmann bietet amSamstag den 02.02.2013 einen Workshop zur Verbesserung der Selbstvermarktung und für mehr Selbstsicherheit und Durchsetzungsvermögen in beruflichen Situationen an!

Dieser Workshop richtet sich an Menschen, die ihre Durchsetzungskraft steigern und in Verhandlungen, Meetings, Akquisegesprächen und Konfliktsituationen ihr kommunikatives Verhalten verbessern und mehr Selbstsicherheit ausstrahlen möchten.

Im Rahmen dieser Workshops besteht die Möglichkeit, überflüssige und schädliche Ängste, Unsicherheiten und Verhaltensmuster zu erkennen, zu analysieren und in geschützter Atmosphäre neue Denk- und Handlungsweisen auszuprobieren und neue Wege der Kommunikation zu trainieren.

In diesem Workshop werden

  • die Fähigkeiten sich einzumischen und zubeteiligen, zu reden, diskutieren, argumentieren  und zu kritisieren trainiert,
  • das bisherigen Kommunikationsverhalten reflektiert,
  • innere Blockaden, Hemmnisse und unbewusste Verhaltensweisen analysiert,
  • die Einstellung zu Konkurrenz, Konflikten und Fehlern analysiert,
  • Denkblockaden abgebaut und Alternativen entwickelt.

Methoden und Techniken des Workshops:

  • Rollenspiele und Übungen zu zweit und in der Gruppe
  • Übungen zur Selbstwahrnehmung und Stärkung des Selbstwertes
  • Selbstreflektion
  • Kurze Gesprächs- und Feedbackrunden
  • Keine theoretische Wissensvermittlung

Der Workshop findet in der Zeit von 11 bis 18 Uhr in Berlin statt. Weitere Informationen, Termine und Anmeldung unter www.es-change.de oder telefonisch unter 030/4407738.

Elke Stuhlmann

 

Probezeitcoaching

„Generation Weichei“ – so titelt die F.A.S. vom 23.12.2012 einen Artikel über die Generation Y (die nach 1985 Geborenen). Eine Generation von Berufseinsteigern, die Freizeit statt Karriere wollen, die an abwechslungsreichen und sinnvollen Projekten arbeiten wollen, sich fragen, passt diese Stelle zu meinem Lebenskonzept. Eine Generation, die mit der Work-Life-Balance-Welle groß geworden ist, die nicht mehr Karriere um jeden Preis wollen und sich nicht so aufopferungsvoll in die Arbeit stürzen wollen, wie oft noch von den Eltern vorgelebt. Zeit für Familie, Freunde und Sport ist wichtiger als hohes Einkommen und Karriere.

Nur was sagen die Unternehmen zu diesen Bewerbern, haben sie sich schon eingestellt auf die Anforderungen der neuen Genation?  Immer mehr Unternehmen müssen aufgrund des demographischen Wandels umdenken und sich bei den Bewerbern verkaufen. Und dies durchaus auch mit einem Work-Life-Balance-Konzept.

In meiner Coachingpraxis erlebe ich vermehrt Menschen, die während oder zum Ende der Probezeit gekündigt werden oder selbst kündigen. Was sind die Gründe dafür? Die Passung zwischen Unternehmen und Mitarbeiter stimmt nicht überein. Das Unternehmen hält nicht, was es verspricht. Der Mitarbeiter hält nicht, was er im Vorstellungsgespräch versprochen hat. Auf beiden Seiten sind Illusionen zerplatzt.

Wie kann eine Coaching während der Probezeit eine Kündigung verhindern? Folgende Fragen werden geklärt:

  • Was sind Ihre Werte, Vorstellungen und Glaubenssätze z.B. bezüglich der Work-Life-Balance?
  • Wie steht es mit Ihrer Anpassungsfähigkeit und Kompromissfähigkeit?
  • Brauchen Sie den Job aus finanziellen Gründen?
  • Welche Alternativen gibt es und sind diese realistisch?
  • Wie geht es Ihnen damit, ggf. zu scheitern?

Weitere Informationen über mich finden Sie unter

http://www.es-change.de/leistungen_einzelcoaching.html

Quelle: F.A.S.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/work-life-balance-generation-weichei-12002680.html

Und noch ein interessanter Artikel zum Thema „Scheitern“ – Quelle: Tagesspiegel vom 30.12.2012

http://www.tagesspiegel.de/meinung/jahresende-erzaehlen-sie-allen-woran-sie-gescheitert-sind/7571438.html

Elke Stuhlmann