Bewerbung – Ehemalige Arbeitgeber als Referenz angeben

Sie möchten eine Bewerbung versenden und Referenzen angeben? Gute Idee, fügen Sie nach Ihrem Lebenslauf eine Liste mit 3-4 Referenzgebern an, deren Zustimmung Sie  vorab eingeholt haben. Und natürlich nennen Sie nur ehemalige Arbeitgeber, die Ihnen wohlgesonnen sind.

Aber auch bei Referenzen gilt – Ihr ehemaliger Arbeitgeber muss sich an die Grundsätze der Zeugniserstellung halten, auch die telefonischen Auskünfte über Sie müssen wohlwollend und wahrheitsgemäß sein.

Und Wichtig:

Ohne Ihre Zustimmung darf ein potentieller Arbeitgeber nicht Ihren ehemaligen Arbeitgeber anrufen. Siehe auch Datenschutz in der Personalabteilung

Elke Stuhlmann

 

 

 

Studentische Evaluationen in der Lehre

Da ich in meinem Coaching auch viele Studenten betreue, bin ich schon desöfteren mit der Praxis der studentischen Evaluation von Lehrveranstaltung in Kontakt gekommen. Evaluation von Veranstaltungen stieß ich auf diese interessante Untersuchung mit dem Titel How to Improve Your Teaching Evaluation Scores Without Improving Your Teaching!.
Unter diesem recht ketzerisch klingenden Titel fasst Paul Traut die Ergebnisse von Untersuchungen der Evaluationsforschung zusammen. In der Evalutionsforschung wurde festgestellt, dass studentenbasierte Evaluationen einen geringen oder sogar gar keinen Zusammenhang zu qualitativ effektivem Lernen haben. Teilweise zeigten Studien sogar einen umgekehrten Effekt: je besser die Dozenten bewertet wurden, desto schlechter war die Lernleistung oder je besser die Lernleistung, desto schlechter die Dozentenbewertung.
Einige Forscher geben daher die Empfehlung, studentische Evaluationen nicht für personelle Entscheidungen heranzuziehen.
Dennoch werden studentische Evalutationen weiterhin durchgeführt, denn sie haben auch eine andere Funktion:.
Studientische Evaluationen haben einen PR-Effekt
Sie erlauben Uni-Verantwortlichen die Aussage, dass die Lehre gut bewertet wird und Studenten ermöglichen Sie, Dozenten darüber zu informieren, welche Form der Veranstaltung sie sich wünschen. Dies steigert die Beliebtheit von Universitäten bei Studienden, was für Universitäten auch immer einen Effekt auf die Finanzierung hat.
Will man die Leistung von Dozenten realistisch bewerten, so schlagen die Autoren vor, die Leistung von Studenten heranzuziehen, also ihr Verhalten und nicht ihre Meinung.

Assessment Center Training

Sie haben eine Einladung zu einem Assessment Center erhalten und wollen sich vorbereiten? In kleiner Gruppe werden Selbstpräsentation, Mitarbeitergespräche, Rollenspiele, Gruppenübung, Gruppendiskussion und Postkorbübung trainiert. Nächste Termine (Samstag): 13.04.2013, 11.05.2013 in Berlin

Weitere Informationen unter www.es-change.de

Elke Stuhlmann

Schwierige Fragen bei Vorstellungsgesprächen und im Assessment Center

Auf die Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch oder Assessment Center kann man sich gut vorbereiten, da diese geübt werden kann. Wie wird jedoch das Jobinterview? Welche Fragen wird der Arbeitgeber stellen und wie sollten Sie antworten? Was sind die „richtigen“ Antworten?

In der Literatur und im Internet gibt es unendliche Listen mit möglichen Fragen. Diese alle zu beantworten, wäre sicherlich eine Möglichkeit sich vorzubereiten. Aber wird die Antwort dem Arbeitgeber gefallen, was will er eigentlich hören?

Ich empfehle Ihnen, antworten Sie ehrlich, verkaufen Sie jedoch Ihre Person entsprechend. Antworten Sie selbstbewusst, aber übertreiben Sie auch nicht. Reden Sie nie über Ihre Probleme während des Studiums, mit den letzten Arbeitgeber oder Vorgesetzten. Hier sollten Sie ausweichend antworten.

Auf unerlaubte Fragen müssen Sie nicht antworten, hier können Sie lügen. Auf die Frage nach der Familienplanung antworten Sie natürlich „kein Thema zur Zeit, Berufseinstieg oder Karriere haben Vorrang“.

Wie gehen Sie jedoch mit fiesen und kuriosen Fragen um?  Denken Sie um die Ecke. Die perfekte Antwort wissen Sie sowieso nicht, also seien Sie kreativ, manchmal kann auch Schlagfertigkeit einen guten Eindruck hinterlassen.

– Wieviel Smarties passen in einen Smart?

Ein Teilnehmer (Mann) meines Bewerbungstrainings hat von folgender Frage berichtet, die er im Vorstellungsgespräch gestellt bekommen hat:

– Haben Sie Eier aus Stahl?

Wie hätten Sie geantwortet? Haben Sie ähnliche schwierige oder skurrile Fragen schon erlebt? Dann schreiben Sie sie mir.

Elke Stuhlmann

Assessment Center Training

Sie haben eine Einladung zu einem Assessment Center erhalten und wollen sich vorbereiten? In kleiner Gruppe werden Selbstpräsentation, Mitarbeitergespräche, Rollenspiele, Gruppenübung, Gruppendiskussion und Postkorbübung trainiert. Nächste Termine: 09.03.2013, 13.04.2013 in Berlin

Weitere Informationen unter www.es-change.de

Elke Stuhlmann

Assessment Center – Vorstellungsrunde

Der Beginn eines jeden Assessment Centers – die Vorstellungsrunde. Nachdem sich Moderatoren und Beobachter vorgestellt haben, werden die Teilnehmer des AC aufgefordert, sich ebenfalls kurz vorzustellen. „Kurz“ bedeutet hier,  max. 1 Minute das Wichtigeste über sich zu sagen. Orientieren Sie sich an der Rededauer des Moderators, bleiben Sie während Ihrer Vorstellung sitzen und halten Sie nicht Ihre Selbstpräsentation.

Versuchen Sie, auch diese eine Minute interessant zu gestalten. Ich empfehle, mit Name, Alter und höchstem Bildungsabschluss zu beginnen. Nun nennen Sie die für den potentiellen Arbeitgeber interessanteste Berufserfahrung, Jahreszahlen sind hier unwichtig. Gibt es einen roten Faden in Ihrem Lebenslauf? Z.B. „Ich war 20 Jahre im Marketing tätig“ oder „Meine gesamte berufliche Laufbahn bin in der Lebensmittelbranche tätig gewesen“. Nun sagen Sie noch einen Satz zu Ihrer Motivation, warum möchten Sie gerade bei diesem Unternehmen arbeiten? Hier kommt es sicher gut an, etwas zum Image oder zu den Produktionen zu sagen. Informieren Sie sich über die Philosophie und verbinden Sie diese mit Ihrer Motivation.

Bedenken Sie, die Beobachter erhalten hier den allerersten Eindruck von Ihnen. Diese hören 6 oder 8 Kurzvorstellung, aber SIE sollten in Erinnerung bleiben. Ein Teilnehmer meiner AC-Vorbereitungsworkshops hat sich mal folgendermaßen vorgestellt: „Mein Leben lang begleitet mich die Sonne, ich bin in Kolumbien geboren, habe dann bei einem Kaffeeröster  gearbeitet und möchte nun bei ihnen in der Solarbranche anfangen“. Vielleicht haben Sie eine ähnliche Idee. Manchmal hilft es auch, mal im Bekanntenkreis zu fragen, was diese besonders spannend finden an Ihrem beruflichen Lebensweg.

Elke Stuhlmann

 

 

Warum nicht heute? – Ursachensuche bei Prokrastination

Viele, die unter dem Problem der Aufschieberitis (Prokrastination) leiden, fragen sich häufig, woher die Schwierigkeiten eigentlich kommen. Bei der Suche nach Ursachen für Handlungsstörungen können verschiedenen Ebenen betrachtet werden:

Wohin will ich? Welches Ziel will ich erreichen? Welche Vision habe ich?
Sind die Ziele, die ich habe, wirklich meine Ziele oder habe ich Sie übernommen? Löst das Erreichen dieser Ziele meine Probleme? Der Wert eines Ziels kann überladen werden. So können Ziele gewählt werden, von deren Erreichen man sich eine Aufwertung der eigenen Person verspricht. Gleichzeitig spüren diese Klienten aber dennoch, dass diese Aufwertung nicht stattfinden wird/nicht hilfreich ist. Dass dann nicht „alles gut“ sein wird. Dies führt zu einem inneren Konflikt und zur Handlungsblockade. Daher ist es wichtig, zu schauen, welche Erwartungen ich an das Ziel habe.

Wie schaffe ich das? Wie kann ich dieses Ziel erreichen? Welche Fähigkeiten/Techniken (Zeitmanagement) dazu beherrsche ich?
Gelingt es mir, eine Struktur zu schaffen, die mir den Weg dahin erleichtert.
Behalte ich das Ziel im Auge, oder lasse ich mich durch Tätigkeiten, die eine schnellere Belohnung bringen, ablenken? Kann ich realistisch planen, über kurze und längere Zeiträume?
Habe ich ausreichend Energie? Häufig gelangen wir durch die Nichterfüllung selbstgesetzter Aufgaben in eine Negativspirale: Frustration, das Gefühl, das Tagesziel wieder nicht erreicht zu haben führen häufig dazu, sich auch keine Freizeit, keine Entspannungs- und Erholungsphasen zu gönnen. Auf diese Weise haben wir immer weniger Energie, unsere Aufgaben anzugehen.

Eine dritte, begleitende Ebene ist die Ebene der Gefühlsregulation:
Wie gut halte ich es aus, dass ich keine Lust auf die anstehende Aufgabe habe. Kann ich es akzeptieren und die Aufgabe dennoch angehen? Darf ich Fehler machen? Wie gehe ich mit Misserfolgen um? Trau ich mich, etwas zu wagen? Was denke ich, wie lange muss ich mich anstrengen, um eines meiner Teilziele zu erreichen? Brauche ich Hilfe, lasse ich Hilfe zu?

Die Ursachen von Handlungsblockaden können also sehr vielfältig sein. Sie greifen ineinander und sind vor allem individuell unterschiedlich, je nach persönlicher Lerngeschichte.

Assessment Center Training

Sie haben eine Einladung zu einem Assessment Center erhalten und wollen sich vorbereiten? In kleiner Gruppe werden Selbstpräsentation, Mitarbeitergespräche, Rollenspiele, Gruppenübung, Gruppendiskussion und Postkorbübung trainiert. Nächste Termine: 09.02.2013, 09.03.2013, 13.04.2013 in Berlin

Weitere Informationen unter www.es-change.de

Elke Stuhlmann

 

Zwanghaft zerstreut – ADHS bei Erwachsenen

Aufschieben, Unkonzentriertheit und Ablenkbarkeit, innere Unruhe sowie flüchtiges, risikoreiches Verhalten sind typische (wenn auch nicht spezifische) Verhaltensweisen für eine Aufmerksamkeitsstörung (ADHS).

ADHS bei Erwachsenen ist in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit der Forschung gerückt und wird vornehmlich als eine Störung der Selbstregulation gesehen. 25% aller extremen (studentischen) Aufschieber zeigten in einer Studie der Universität Münster Symptome von ADHS. [1]

Gut untersucht sind heute neurobiologische Grundlagen, die, entgegen häufiger Darstellungen zwar als biologische Vulnerabilität wirken, also das Risiko zur Entwicklung einer ADHS erhöhen, aber nicht die alleinige Ursache einer ADHS bilden. Eine Kombination aus dieser biologischen Vulnerabilität mit sozialen und psychischen Faktoren kann zu einer Störung der Aufmerksamkeit führen.

Neuere Forschung sieht die ADHS daher als eine Störung, die sich auf unterschiedlichen Wegen entwickelt:

Funktionale Defizite in der Informationsverarbeitung und der Impulskontrolle werden als eher mögliche Startbedingungen, aber doch mit peripherer Bedeutung gesehen. Davon ausgehend bewirkt die individuelle Lernerfahrung unzureichende soziale Anpassung, Alltagsschwierigkeiten und Entwicklungsrückstände, da diese funktionalen Defizite den Umgang mit sozialen Bezugspersonen erschweren. Dies kann zu einem negativen Feedback führen, welches in der weiteren Entwicklung zur Entstehung und Stabilisierung von Kompetenz- und Leistungsproblemen führt. Hinzu kommt, dass Erwachsene ADHSler sich hier häufig selbst wenig zutrauen.

Diese Sichtweise birgt Konsequenzen für die Behandlung der ADHS: Psychotherapie ist eine Möglichkeit, den Leidensdruck der Klienten zu mindern und zu einer besseren Bewältigung der Alltagsprobleme zu gelangen.

[1] http://wwwpsy.uni-muenster.de/imperia/md/content/psychotherapie_ambulanz/poster_deters.pdf

Assessment Center Training

Sie haben eine Einladung zu einem Assessment Center erhalten und wollen sich vorbereiten? In kleiner Gruppe werden Selbstpräsentation, Mitarbeitergespräche, Gruppenübung und ggf. Postkorbübung trainiert. Nächste Termine: 12.01.2013, 26./27.01.2013, 09.02.2013 in Berlin

Weitere Informationen: www.es-change.de

Elke Stuhlmann