Assessment Center Training in Berlin

Sie haben eine Einladung zu einem Assessment Center erhalten und wollen sich vorbereiten? In kleiner Gruppe werden Selbstpräsentation, Mitarbeitergespräche, Rollenspiele, Gruppenübung, Gruppendiskussion und Postkorbübung trainiert. Nächste Termine (Samstag):

  • 13.07.2013
  • 10.08.2013
  • 31.08./01.09.2013
  • 14.09.2013
  • 12.10.2013
  • 09.11.2013
  • 07.12.12013

Weitere Informationen unter www.es-change.de

 

Elke Stuhlmann

Gruppendiskussion im Assessment Center

Die Gruppendiskussion ist ein wichtiger Bestandteil eines Assessment Center (AC). Hier wird ein Teammeeting oder eine Besprechung simuliert, wie wir sie alle aus dem Berufsalltag kennen. Die am häufigsten eingesetzte Variante ist die Gruppendiskussion ohne Rollenvorgabe, d.h. alle Teilnehmer sind auf einer Ebene und Sie erhalten im Gegensatz zum Rollenspiel keine Vorgaben, was Ihr Ziel ist oder wie Sie argumentieren sollen. Beispielsweise kann das Thema sein: „Wie lassen sich Mitarbeiter motivieren?“ Sie diskutieren in Ihrem eigenen Namen, was Sie bei dem Thema Motivation für wichtig halten.

Worauf achten die Beobachter? Auf Ihre Überzeugungsfähigkeit (wie argumentieren Sie?), Ergebnisorientierung (diskutieren Sie am Thema vorbei oder behalten Sie das Ziel im Auge), Kompromissfähigkeit (können Sie auch mal nachgeben oder wollen Sie auf jeden Fall Ihre Meinung durchsetzen) und auf Ihre Teamfähigkeit.

Beispiel: Im Workshop führte ich eine Gruppendiskussion durch, deren Ziel es war, nach 30 Minuten zu einem Konsens zu kommen und dann das Ergebnis zu präsentieren. 4 der 5 Teilnehmer diskutieren angeregt. Die 5. Teilnehmerin, deren Muttersprache nicht deutsch war, beteiligte sich nicht an der Diskussion, sondern arbeitete für sich selbst. 3 Minuten bevor die Zeit vorbei war, sagte sie, dass sie ganz anderen Meinung ist und auch zu einem anderen Ergebnis gekommen ist. In der verbleibenden kurzen Zeit schaffte es die Gruppe nicht, einen Konsens herzustellen.

Die Gruppe hat im Eifer des Gefechts die 5. Teilnehmerin schlichtweg vergessen einzubeziehen. Sozial kompetent und teamfähig wäre es gewesen, diese Frau immer wieder zu fragen, welche Meinung sie hat, ob sie mit den bisherigen Entscheidungen einverstanden ist. Natürlich wäre es auch die Aufgabe der 5. Teilnehmerin gewesen, ihre Teamfähigkeit zu zeigen und sich zu beteiligen, statt ihr eigenes Ding zu machen. Achten Sie also darauf, dass jeder seine Meinung zu dem vorgegebenen Thema sagen kann, beziehen Sie eher zurückhaltende Teilnehmer mit ein.

Da es keine vorgegebenen Rollen gibt, ist es in einer Gruppendiskussion hilfreich, wenn vor  Beginn der eigentlichen Diskussion festgelegt wird, wer moderiert, wer auf die Zeit achtet, wer mitschreibt und wer anschließend präsentiert.

Desweiteren achten Sie darauf, dass alle Teilnehmer die Aufgabe auch verstanden haben, dass für jeden vor Beginn der Diskussion klar ist, was das Ziel ist. Ich habe es schon erlebt, dass sich nach der Hälfte der Zeit herausstellte, dass ein Teil der Gruppe die Aufgabe anders interpretiert hat und somit ein anderes Ziel anstrebte. Hier muss vorher Klarheit herrschen, es fällt auf die gesamte Gruppe zurück, nicht nur auf die, die das Thema falsch verstanden haben.

Wenn Sie die Gruppendiskussion vor Ihrem AC üben möchten, schauen Sie auf meine Homepage www.es-change.de nach dem nächsten Termin eines Vorbereitungsworkshops.

Elke Stuhlmann

 

Der Sympathiefaktor im Assessment Center

In den meisten Assessment Centern (AC) kommt es nicht mehr so sehr auf Ihre Fachkenntnisse an, die wurden schon im Vorstellungsgespräch hinterfragt. Im AC möchte das Unternehmen, vor allem Ihr zukünftiger Chef, Ihre Persönlichkeit kennenlernen. Passen Sie zu dem Unternehmen? Sind Sie anpassungsfähig, sind Sie sympathisch? Kann der zukünftige Chef sich vorstellen, jeden Tag mit Ihnen zu arbeiten?

Sympathie entsteht durch die Sprache, die Sprechweise, das Auftreten, das Aussehen, die Kleidung und die Körpersprache.

Beispiel: Sie befürchten, jede Antwort auf eine Frage wird Ihnen negativ ausgelegt. Darum haben Sie beschlossen, Ihre Sprechweise auf ein Minimum zu reduzieren, nur ganz kurz zu antworten und auf gar keinen Fall viel von sich Preis zu geben. Bei Ihrem Gegenüber kommen Sie so als eher verschlossene Persönlichkeit an. Nun wird Ihr zukünftiger Chef befürchtet, dass Sie auch im Arbeitsleben wenig über Ihre Aufgaben, Probleme und Erfolge reden werden, Sie sammeln keinen Sympathiepunkt.

Wie sammeln Sie aber nun Sympathiepunkte? In dem Sie sich freundlich, tolerant, anpassungsfähig, gelassen und selbstsicher zeigen.

Vermeiden Sie Dominanzstreben,  Ungeduld, Verschlossenheit und Unhöflichkeit.

Beispiel: Frau Kroll soll entsprechend Arbeitsanleitung in der Selbstpräsentation auch ihren beruflichen Lebensweg schildern. Da dieser ja im vorliegenden Lebenslauf ersichtlich ist, läßt sie diesen Teil in ihrer Selbstpräsentation weg. Im anschließenden Interview wird Sie nach den Beweggründen dafür gefragt. „Mein beruflicher Lebensweg steht doch in meinem Lebenslauf, haben sie den nicht gelesen?“ ist die Antwort von Fr. Kroll. So kommt Fr. Kroll als unhöflich und nicht anpassungsfähig an und sammelt auch keinen Sympathiepunkt. 

 

Assessment Center Training in Berlin

Sie sind zu einem Assessment Center eingeladen und wollen sich vorbereiten? Im Assessment Center Training am 18.02.2012 in Berlin werden in kleiner Gruppe die Selbstpräsentation, Rollenspiele und vor allem die Gruppendiskussion geübt. Durch das Trainerfeedback erhalten Sie wertvolle Hinweise, worauf Sie in Ihrem AC achten sollten.

Weitere Termine: 17.03.2012,    24./25.03.2012

Weitere Informationen unter www.es-change.de oder 030/4407738

Elke Stuhlmann

Assessment Center Training am 17.09.2011

Sie haben eine Einladung zu einem Assessment Center erhalten und möchten sich auf diesen Termin vorbereiten?

In diesem eintätigen Workshop werden alle gängigen Aufgaben eines AC trainiert. Sie erhalten Feedback zu ihrem Auftreten und haben so die Chance, Ihr Abschneiden im AC zu optimieren.

Weitere Informationen unter www.es-change.de

Elke Stuhlmann

Postkorbübung im Assessment Center

Sie haben eine Einladung zu einem Assessment Center erhalten und eine der vorgesehenen Übungen wird die Postkorbübung sein? Ca. 50% der Unternehmen nutzen diese Übung um Ihre Belastbarkeit und Führungsqualität zu testen.

Folgendes kommt auf Sie zu: Sie erhalten eine Beschreibung Ihrer Position in einem fiktiven Unternehmen. Dazu ein Organigramm und einen Kalender. Und eine große Anzahl von Posteingangsschreiben ähnlich den Emaileingängen heutzutage. Die Situation kann beispielsweise sein, dass Sie 3 Wochen im Urlaub waren, jetzt 2 Stunden Zeit haben und dann für 3 Tage auf Dienstreise müssen. Nun müssen Sie entscheiden, was Sie mit den einzelnen Posteingängen machen. Sie Priorisieren und Delegieren. In der Regel haben Sie 1 Stunde Zeit für diese Übung, die Zeit ist oft knapp bemessen.

Wie gehen Sie nun vor? Lesen Sie zuerst die gesamten Unterlagen einmal quer, damit Sie einen kurzen Überblick bekommen, was auch auf dem letzten Blatt/Posteingang steht. Danach machen Sie sich gründlich mit Ihrer Funktion und vor allem mit dem Organigramm und ggf. Ihren Mitarbeitern vertraut. Im Anschluss arbeiten Sie die einzelnen Posteingänge ab und notieren kurz auf dem Schreiben, wie Sie sich entscheiden. Z.B. Rücksprache mit …, Weiterleitung an Vertrieb, Auftrag an Ihre Assisstentin usw.

Ist die Zeit um, wird  ein Beobachter mit Ihnen  die Übung auswerten. D.h. Sie schildern kurz wie Sie sich in jedem einzelnen Posteingang entschieden haben und erläutern auch warum Sie diese Entscheidung getroffen haben.

Achten Sie vor allem bei der Übung darauf, dass Sie unter Zeitdruck stehen, halten Sie sich also nicht zu lange an den einzelnen Posteingängen auf. Und Delegieren Sie, ein zukünftige Führungskraft sollte in der Lage sein, Arbeit abzugeben.

Elke Stuhlmann

Unternehmen, die Assessment Center einsetzen

Püttjer & Schnierda haben in ihrem Buch „Assessment Center Training für Führungskräfte“ eine Liste von Unternehmen zusammen gestellt, die Assessment Center für Personalentscheidungen einsetzen. Unternehmen die AC einsetzen Sehr interessant, da sich jedoch dieses Personalauswahlinstrument immer weiter verbreitet, ist diese Übersicht sicher nur ein Auszug. Kennen Sie weitere Unternehmen, können Sie dies mir gern mitteilen.

Assessment Center – Buchkritik

Sie haben eine Einladung zu einem Assessment Center bekommen und wollen und müssen sich vorbereiten? Reicht es aus ein Buch darüber zu lesen? Hesse/Schrader bieten diverse Literatur hierzu an. Sie erhalten einen Überblick zu dem Ablauf eines AC und alle gängigen Übungen werden vorgestellt. Ebenfalls gehen die Autoren darauf ein, worauf es den Beobachtern ankommt und wie Sie sich im Idealfall Verhalten sollten. Was nervt, zumindest bei dem Buch „Assessment Center für Hochschulabsolventen“ ist die extrem negative Einstellung der Autoren zum AC. Ich glaube nicht, dass es hilfreich für die Leser ist, mit einer derartiger Abwehr in ihr Assessment Center zu gehen, zumindest, wenn sie den Job wirklich wollen.

Job-Casting Assessment Center

Am 12.09. behandelte Arte in der Sendung „Yourope“ das Thema Vorbereitung auf ein Assessment Center (AC). In diesen Vorbereitungsseminaren wird den Teilnehmern die Angst vor ihrem AC genommen, es werden Übungen und Rollenspiele trainiert und es wird transparent gemacht, was sie in ihrem AC erwartet. Die Quintessenz dieser Sendung:“Es bekommt nicht der Beste den Job, sondern der beste Selbstdarsteller!“ Was wohl heißt, wer sich am Besten verstellen kann, bekommt den Job. Wie sieht das die Personalentwicklung der AC-durchführenden Unternehmen?