Coaching zur Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch

Was erwartet Sie im Vorstellungsgespräch? Worauf sollten Sie sich vorbereiten?

1. Sammeln Sie Informationen über das Unternehmen, nutzen Sie dazu die Homepage, Pressemitteilungen, googeln Sie den Firmennamen

2. Bereiten Sie Ihre Selbstpräsentation vor, hier werden Sie aufgefordert, ca. 5 min über Ihren beruflichen Lebensweg zu sprechen. Wiederholen Sie aber nicht Ihren Lebenslauf, sondern betonen Sie jene Berufserfahrung, die Sie für die ausgeschriebene Stelle interessant macht.

3. Bereiten Sie sich auf Fragen zu Ihrem Lebenslauf (Lücken und Brüche), auf Hintergrundfragen zu Ihrer Berufserfahrung vor (z.B. „In welchem Projekt waren Sie besonders erfolgreich“?)

4. Bereiten Sie sich auf Fragen zu Ihrer Person vor, Ihre Stärken und Schwächen natürlich, aber auch auf Fragen zu Ihrer Belastbarkeit/Stress, Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit, Ihre Erfolge und Misserfolge.

5. Bereiten Sie sich auf Fragen zu Ihrer Motivation vor: Warum haben Sie sich bei diesem Unternehmen beworben? Was interessiert Sie an der ausgeschriebenen Stelle? Hier sollten Sie mehr als nur – find ich spannend – sagen können!

6. Überlegen Sie sich, wie Sie mit unterlaubten Fragen, z.B. nach Ihrer Familienplanung umgehen. Auf diese Frage müssen Sie nicht wahrheitsgemäß antworten!

7. Machen Sie sich Gedanken zu Ihren Gehaltsvorstellungen! Nutzen Sie entsprechende Listen im Internet, beachten Sie aber auch Ihre Berufserfahrung, die Branche und die Größe des Unternehmens.

Haben Sie noch Fragen und wollen Sie sich gründlich vorbereiten, Ihre Selbstpräsentation üben? www.es-change.de

Elke Stuhlmann

 

Bewerbung – „Interessen“ im Lebenslauf angeben

Soll der Bewerber im Lebenslauf seine „Interessen/Hobbys“ angeben und welche wecken das Interesse der Personaler?

Wie eine Studie der Hochschule Osnabrück herausfand, sind Mannschaftssportler nicht automatisch teamfähiger. Somit ist eine frühere Empfehlung, bei den „Interessen“ möglichst einen Mannschaftsport zu nennen, überholt.  Zwischen Teamfähigkeit und sportlichen Engagement gibt es keinen Zusammenhang.

Desweiteren wurde in dieser Studie festgestellt,  dass sich generell Sportler nicht unterscheiden von Menschen, die gar keinen Sport treiben.  D.h. Sportler haben nicht mehr soziale Kompetenzen als Nicht-Sportler.

Schreiben Sie also zu Ihren „Interessen“ mit was Sie sich in Ihrer Freizeit beschäftigen, was Sie neben dem Beruf noch interessiert oder lassen Sie den ganzen Punkt einfach weg, ich benutze in Vorstellungsgesprächen diese Informationen nur zum anfänglichen Small Talk.

Elke Stuhlmann

 

 

Sinn und Unsinn der anonymen Bewerbungen

Die Konzerne Deutsche Post, Deutsche Telekom, Procter & Gamble, L’Oreal und My Days nehmen an dem Pilotprojekt der anonymen Bewerbung teil. Das heißt, ab sofort werden Bewerbungen an diese Firmen ohne Foto, Name, Adresse, Geburtsort, Nationalität, Familienstand und Geschlecht gesandt. Nicht einmal von wann bis wann jemand die Schule besucht hat, darf drinstehen. Ziel des Piloten soll beispielsweise sein, Menschen mit ausländisch klingendem Namen mehr Chancen einzuräumen. Und sicher aus Sicht der Bewerber, die glauben, bezüglich ihrer Herkunft benachteiligt zu werden, eine ernstzunehmende Chance. Nun versetzen wir uns mal in die Lage eines Chefs, dessen Team aus 10 Mitarbeiterinnen im Alter zwischen 25 und 30 Jahren besteht. Der wird auch bei einem noch so tollen Lebenslauf keinen Mann von Mitte 50 in seinem Team haben wollen. Einfach weil es schwer wird, diesen Herren zu integrieren. Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun, die meisten Vorgesetzten benötigten ein homogenes Team, das möglichst keine Probleme macht. Spätestens beim Vorstellungsgespräch wird klar, dass Arbeitgeber und Bewerber nicht zusammen kommen. Die Absage ist somit aus Sicht des Bewerbers nur nach hinten geschoben, der Arbeitgeber hatte einen zusätzlichen Zeitaufwand und sucht nach wie vor eine Mitarbeiterin die altersmäßig auch in sein Team passt.