Coaching zur Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch

Was erwartet Sie im Vorstellungsgespräch? Worauf sollten Sie sich vorbereiten?

1. Sammeln Sie Informationen über das Unternehmen, nutzen Sie dazu die Homepage, Pressemitteilungen, googeln Sie den Firmennamen

2. Bereiten Sie Ihre Selbstpräsentation vor, hier werden Sie aufgefordert, ca. 5 min über Ihren beruflichen Lebensweg zu sprechen. Wiederholen Sie aber nicht Ihren Lebenslauf, sondern betonen Sie jene Berufserfahrung, die Sie für die ausgeschriebene Stelle interessant macht.

3. Bereiten Sie sich auf Fragen zu Ihrem Lebenslauf (Lücken und Brüche), auf Hintergrundfragen zu Ihrer Berufserfahrung vor (z.B. „In welchem Projekt waren Sie besonders erfolgreich“?)

4. Bereiten Sie sich auf Fragen zu Ihrer Person vor, Ihre Stärken und Schwächen natürlich, aber auch auf Fragen zu Ihrer Belastbarkeit/Stress, Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit, Ihre Erfolge und Misserfolge.

5. Bereiten Sie sich auf Fragen zu Ihrer Motivation vor: Warum haben Sie sich bei diesem Unternehmen beworben? Was interessiert Sie an der ausgeschriebenen Stelle? Hier sollten Sie mehr als nur – find ich spannend – sagen können!

6. Überlegen Sie sich, wie Sie mit unterlaubten Fragen, z.B. nach Ihrer Familienplanung umgehen. Auf diese Frage müssen Sie nicht wahrheitsgemäß antworten!

7. Machen Sie sich Gedanken zu Ihren Gehaltsvorstellungen! Nutzen Sie entsprechende Listen im Internet, beachten Sie aber auch Ihre Berufserfahrung, die Branche und die Größe des Unternehmens.

Haben Sie noch Fragen und wollen Sie sich gründlich vorbereiten, Ihre Selbstpräsentation üben? www.es-change.de

Elke Stuhlmann

 

Faulheit als Kündigungsgrund

Im Tagesspiel vom 22.01.2012 antwortet Christoph Abeln (Fachanwalt für Arbeitsrecht) auf die Frage, wie einem Arbeitnehmer, der zu langsam arbeitet, gekündigt werden kann. In seinem Artikel wird deutlich, dass Kündigungsgründe, die im Verhalten  des Arbeitnehmers liegen, rechtlich schwierig sind. Eine Probezeit hilft, den Arbeitnehmer und dessen Leistungen genau zu beobachen. Aber ist es möglich, schon im Vorstellungsgespräch zu erkennen, ob ein Bewerber zur Faulheit neigt oder fleißig und schnell arbeiten wird?

Als Arbeitgeber können Sie den Bewerber einen Tag Probearbeiten lassen, bei anspruchsvolleren Arbeitsplätzen bekommen Sie jedoch sicher kein umfassendes Bild vom Bewerber. Ein Anruf beim letzten Arbeitergeber ist da schon aufschlussreicher, vorausgesetzt, der Arbeitgeber möchte Ihren Bewerber nicht weg geloben!

Im Vorstellungsgespräch können Sie jedoch mit gezielten Fragen und genauer Beobachtung und Analyse der Antworten die Arbeitseinstellung des Bewerbers versuchen herauszufinden. Fragen Sie nach dem Grund für seinen Arbeitsplatzwechsel. Konstruieren Sie Situationen aus dem künftigen Arbeitsalltag und lassen sich seine Herangehensweise schildern. Zeigt sich der Bewerber belastbar und flexibel? Hat er für schwierige Aufgaben eine Lösung parat oder weicht er der Frage aus? Muß der Bewerber arbeiten, weil er das Geld braucht oder sucht er nur eine Beschäftigung? Geht es ihm um einen sicheren Arbeitsplatz oder möchte er Karriere machen? Neigt er zum Perfektionismus und wird so sehr lange für die einzelnen Arbeiten brauchen? Antwortet er auf alle Fragen mit „ja klar, kann ich“ oder bringt er von allein Beispiele aus seiner Berufspraxis? Wenn Sie auf mehrere konkrete Frage keine eindeutigen Antworten bekommen,  sollten bei Ihnen alle Warnlampen aufleuchten.

Führen Sie ein strukturiertes Interview durch, stellen Sie allen Bewerbern die selben Fragen und führen Sie die Vorstellungsgespräche mindestens zu zweit.

Weitere Informationen unter http://www.es-change.de/leistungen_einzelcoaching.html  

Elke Stuhlmann