Ralf Rangnick – Burnout

Wieder ist ein Prominenter in den Schlagzeilen – Ralf Rangnick hat seine Tätigkeit als Trainer von Schalke aufgrund einer Burnouterkrankung beendet. Nun kann man sich als Externer den Leistungs- und Erfolgsdruck, der in der Sportbranche herrscht, gut vorstellen. Und vielleicht gibt es in der Funktion als Trainer in der Bundesliga keine andere Möglichkeit, als einen harten Schnitt zu machen und seinen Rücktritt bekannt zu geben. Es sollte jedoch in der Öffentlichkeit nicht der Eindruck entstehen, dass Burnout gleichzeitig bedeutet, nicht mehr arbeiten zu können.

Burnout bekommt man nicht von heute auf morgen, wie beispielsweise eine Erkältung. Burnout, d.h. Dauerstress, baut sich über einen längeren Zeitraum auf und kündigt sich an. Wer rechtzeitig auf die Signale, d.h. auf seinen Körper, hört und z.B. bei Müdigkeit und Erschöpfung eine Pause macht, nicht über längeren Zeitraum 60 Stunden pro Woche arbeitet und seinen Urlaub nimmt und dann auch wirklich Urlaub macht, kann einer ernsthaften Erkrankung vorbeugen. Zugegeben, es ist nicht leicht, dem herrschenden Leistungdruck etwas entgegen zu setzen, aber für Monate krank geschrieben nutzen Sie dem Unternehmen auch nichts. Wenn es draußen kälter wird, binden Sie sich ein Schal um, damit Sie keine Halsschmerzen bekommen. Wenn nach einer anstrengenden Arbeitswoche endlich Wochenende ist, erholen Sie sich und lassen das Laptop aus, um einer Burnouterkrankung vorzubeugen.

Mehr zu Burnoutprophylaxe auf meiner Homepage www.es-change.de

Elke Stuhlmann

Was bringen Seminare zur Stressbewältigung?

Seminare zur Stressbewältigung und Burnout-Prophylaxe stehen hoch im Kurs. Doch was bringen diese Seminare den Teilnehmern, wenn sie zum Programm der betrieblichen Gesundheitsförderung gehören und somit zielorientiert und ökonomisch sein sollen? Erzeugt dies nicht neuen Stress, endlich nicht mehr gestresst zu sein? Jeder, der sich mit diesem Thema schon mal beschäftigt hat, vielleicht ein Buch zum Zeitmanagment gelesen hat, weiss schliesslich, dass er Pausen einhalten sollte, sich eine to-do-Liste machen sollte und einen Zeitpunkt für den Feierabend festlegen und einhalten sollte. Trotzdem fällt es vielen dann in der konkreten Situation im Büro schwer, sich an die Vorhaben auch zu halten. Warum? Weil die Zeiten gerade so schwer sind oder der Vorstand unbegrenzten Einsatz fordert? NEIN! Größtenteils liegen die Ursachen für zuviel Stress tiefer begraben. Fragen Sie sich, wer oder was setzt Sie so unter Leistungsdruck, treibt Sie zur Perfektion an? Welche unbewussten Glaubenssätze und inneren Antreiber bringen Sie dazu, nicht „nein“ sagen zu können zu einem weiteren Projekt auf Ihrem Schreibtisch? Auf diese Fragen müssen Sie eine Antwort finden. Leider gelingt dies nicht in einem 2tägigen Seminar zum Zeit- und Stress-management.