Burnout – Erholung allein reicht nicht aus!

Die ersten Anzeichen von Dauer-Stress und Burnout sind simpel, die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab, die Fehlerquote steigt, die Merkfähigkeit sinkt, ein Abschalten von der Arbeit am Wochenende wird immer schwieriger. Der Körper läuft ständig auf Hochtouren, dass Stresshormon Cortisol baut sich nicht mehr ab. Das Immunsystem wird geschwächt, es stellen sich erste körperliche Beschwerden wie Nacken- und Rückenschmerzen oder Herz-Kreislauf-Probleme ein.

Die Idee, einfach mal 3 Wochen Urlaub zu machen, ist gut, reicht jedoch oft nicht aus. Um dem Dauerstress zu entkommen, können Sie natürlich das Unternehmen wechseln. Leider nehmen die Menschen jedoch ihre Probleme mit. Das Entscheidende ist, Ihre Einstellung zu verändern. Hilfreich hierbei sind folgende Fragen:

  • Liegen Ihre Stressoren eher im Außen – Ihrem Unternehmen – oder sind Ihre Stressoren eher in Ihrer Person begründet?
  • Was haben Sie bisher erreicht und was war der Preis dafür?
  • Wer oder was treibt Sie an? Wem wollen Sie was beweisen?
  • Was ziehen Sie aus der Arbeit, z.B. Bestätigung; das Gefühl, gebraucht zu werden; Anerkennung; Liebe?
  • Warum zieht Sie nichts in den Feierabend, nach Hause? 
  • Welche Einstellung haben Sie zu Perfektionsmus und Fehlern?
  • Was würde passieren, wenn Sie Ihre Einstellung zur Arbeit ändern würden? 

Diese Fragen können Sie sich stellen und versuchen, möglichst ehrlich zu beantworten. So können Sie mit der Zeit einen neuen Umgang mit Ihren Stressoren lernen, sich selbst weniger unter Stress, Leistungs- und Erfolgsdruck zu setzen.

Was bringen Seminare zur Stressbewältigung?

Seminare zur Stressbewältigung und Burnout-Prophylaxe stehen hoch im Kurs. Doch was bringen diese Seminare den Teilnehmern, wenn sie zum Programm der betrieblichen Gesundheitsförderung gehören und somit zielorientiert und ökonomisch sein sollen? Erzeugt dies nicht neuen Stress, endlich nicht mehr gestresst zu sein? Jeder, der sich mit diesem Thema schon mal beschäftigt hat, vielleicht ein Buch zum Zeitmanagment gelesen hat, weiss schliesslich, dass er Pausen einhalten sollte, sich eine to-do-Liste machen sollte und einen Zeitpunkt für den Feierabend festlegen und einhalten sollte. Trotzdem fällt es vielen dann in der konkreten Situation im Büro schwer, sich an die Vorhaben auch zu halten. Warum? Weil die Zeiten gerade so schwer sind oder der Vorstand unbegrenzten Einsatz fordert? NEIN! Größtenteils liegen die Ursachen für zuviel Stress tiefer begraben. Fragen Sie sich, wer oder was setzt Sie so unter Leistungsdruck, treibt Sie zur Perfektion an? Welche unbewussten Glaubenssätze und inneren Antreiber bringen Sie dazu, nicht „nein“ sagen zu können zu einem weiteren Projekt auf Ihrem Schreibtisch? Auf diese Fragen müssen Sie eine Antwort finden. Leider gelingt dies nicht in einem 2tägigen Seminar zum Zeit- und Stress-management.